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Hermann Mahr steht für Werte wie sie unsere Gesellschaft braucht

Dass die meisten der Sander Familien in irgendeiner Form Kontakt zum Turnverein 1886 Sand bekommen haben, ist unter anderem der Verdienst von Hermann Mahr gewesen. Generationen von jungen Menschen in Sand haben durch ihn erfahren, was es heißt, sich körperlich anzustrengen und dennoch Freude dabei zu haben sich in eine Gemeinschaft einzufügen und soziales Verhalten einzuüben, stolz auf ihre Erfolge zu sein ohne überheblich zu werden. Hermann Mahr steht für Werte, wie sie unsere Gesellschaft braucht, gerade in der heutigen Zeit. Gemeinschaftssinn, Disziplin, Ausdauer, aber auch Freude zu vermitteln war ihm wichtig. Und das konnte er auch. Auch hat er es geschafft, immer wieder junge Leute zu gewinnen, die sich als Übungsleiter zur Verfügung zu stellen und das von ihm Erlernte weiterzugeben.

In seiner Funktion als Oberturnwart ist Mahr über vier Jahrzehnte unermüdlich auf der Suche nach Turn- und Sportangeboten für die Bevölkerung gewesen. So sind in seiner Amtszeit in den 70er Jahren das Kleinkinderturnen sowie das Mutter- und Kind-Turnen ins Leben gerufen, im Erwachsenenbereich Frauen- und Männerturngruppen gegründet worden. Hermann Mahr war zudem der Motor für den Präventionssport. So sorgte er dafür, dass Wirbelsäulengymnastik durch qualifizierte Übungsleiter angeboten werden konnte.

Mit der Turngala setzte er neue Akzente, was die Außenwirkung des Turnvereins betrifft. Neben dem eigentlichen Turnsport kamen im Laufe der Zeit die Tischtennis- und Badmintonabteilung und mit dem Bau des Turnerheimes die Tanzabteilung dazu. Außerdem ist Mahr selbst 60 Jahre als Übungsleiter im Turnbetrieb tätig gewesen und zweimal wöchentlich für mehrere Stunden in der Turnhalle gestanden. Im Turngau Haßberge/ Schweinfurt hatten sich „seine“ Geräteturnerinnen einen Namen gemacht, denn sie haben des Öfteren den „großen Schweinfurter Vereinen“ die ersten Plätze weggenommen.

Eine Attraktion war bis zum Jahr 1999 das Ebersberg-Turnfest. Es war im Landkreis Haßberge und Schweinfurt das bekannteste Turnfest. Es zog nicht nur viele Leichtathleten, sondern auch sehr viele Besucher an. 1954 fanden sich ca. 3000 Turner und Besucher auf dem Ebersberg ein. Die Sander und Nachbargemeinden freuten sich immer auf dieses Fest bei dessen Organisation Hermann Mahr tatkräftig mitwirkte.

Hermann Mahr kann auf ein großes Lebenswerk zurückblicken. Durch seine ruhige, ausgleichende Art half er dem Turnverein auch durch stürmische Zeiten. Zielorientiert setzte er seine Vorhaben mit großer Geduld und Beharrlichkeit um. Er war auch ohne Studium ein großartiger Pädagoge, der Kinder und Jugendliche führen und begeistern konnte. Letztendlich ist es auch ihm zu verdanken, dass seine ehemaligen Schützlinge im Erwachsenenalter Verantwortung übernahmen und sich im Verein in verschiedenen Ehrenämtern engagierten. Als die Gemeinde Korbmacher suchte um den Dorfplatz mit den selbstgeflochtenen Bänken zu bestücken, war er zur Stelle und half gerne mit.