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Wetter in Sand am Main

Bericht aus der öffentlichen GR-Sitzung vom 23.03.2021

Im nördlichen Bereich des Campingplatzes werden zukünftig Sanitär-Container in der Straße 13 aufgestellt. Das beschloss der Gemeinderat in seiner Sitzung am Dienstag. Die bisherige Behelfs-WC-Anlage aus den 1990-er Jahren ist in einem maroden Zustand, so dass eine Erneuerung angedacht wurde. Bereits im Bauausschuss wurde das Thema behandelt und dort war man sich schnell einig, dass ein stationäres Gebäude bei über 250000 Euro liegen würde und zudem nicht hochwasserfrei sei. Deshalb wurde die Container-Lösung favorisiert, da niedrigere Kosten zu erwarten sind und Container zudem nicht hochwasserfrei aufgestellt werden müssten. "Container hätten inzwischen eine solche Qualität erreicht, dass sie für temporär genutzte Gebäude eine sinnvolle Alternative darstellen", sagte Bürgermeister Bernhard Ruß. Für den Campingplatz würde sich eine fahrbare Variante anbieten, so dass die Container bei Hochwasser mir relativ einfachen Mitteln entfernt werden könnten. Zum Einsatz kommen sollen ein Dusch-Container (4 Duschen) und ein WC-Container (2 Damen-WC, 1 Herren-WC, 2 Urinale). Die Warmwassergewinnung soll mit Gas erfolgen. Ein entsprechender Anschluss liegt auf dem Campingplatz. Die Kosten für einen Dusch- und einen WC-Container liegen bei circa 41.000 Euro. Hinzu kommen noch die Anschlüsse an den Kanal, deren Kosten aber relativ gering sind.

Zu der bereits beschlossenen Photovoltaikanlage an der Straße nach Zell in der Nähe der Autobahn, wurde von einem Sander Bürger ein Antrag eingereicht, die Fläche um sein circe zwei Hektar großes landwirtschaftliches Grundstück zu erweitern. "Der Gemeinderat hat sich in der Sitzung im Februar für eine Größenordnung der Freifeld-Photovoltaik-Anlage entschieden, die der Größe der gesamten Gemarkung angepasst ist, einen wirtschaftlichen Betrieb ermöglicht, im Interesse der Sander Bürgerinnen und Bürger ist und die Akzeptanz innerhalb der Bevölkerung gefunden hat", so Bürgermeister Ruß, der weiter erklärte, dass eine einseitige Erweiterung der Flächen im Interesse eines einzelnen Bürgers deshalb nicht angebracht ist und das erzielte Einverständnis zunichtemachen würde. Dem schloss ich der Gemeinderat an und beschloss einstimmig den Erweiterungsantrag abzulehnen.

Die Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Zeil am Main informierte den Gemeinderat, dass die Kirchengemeinde auf ihrem Gelände am Schützenberg in Zeil neben der Kirche ein neues Gemeindehaus errichten möchte. Da in Sand derzeit 256 evangelische Christen registriert sind, die zu dieser Kirchengemeinde gehören, bat die Kirchengemeinde um eine finanzielle Unterstützung im unteren vierstelligen Bereich, so Bürgermeister Ruß. Die Kostenschätzung beläuft sich insgesamt auf rund 704.000 Euro, wobei nach Abzug von Eigenleistungen nur etwa 400000 Euro förderfähig sind. Die Stadt Zeil gewährt der Kirche einen Zuschuss von 42000 Euro. Die Verwaltung der Gemeinde Sand schlug vor, eine Einmalzahlung in Höhe von 4000 Euro zu bewilligen. Gemeinderat Paul Hümmer regte an mehr zu zahlen und zwar ein Prozent der Gesamtkosten von 700000 Euro, also 7000 Euro. Diesen Antrag lehnte der Gemeinderat mit 4:13 Stimmen ab und bewilligte mit 13:4 Stimmen den zuerst angedachten Zuschuss über 4000 Euro.

Zusätzlich zum Präsenz-Angebot der Gemeinde sollen die Bürger die Möglichkeit erhalten, Verwaltungsangelegenheiten online rund um die Uhr abwickeln zu können. Bis Ende 2022 schreibt der Gesetzgeber im Onlinezugangsgesetz die Online-Dienste neben Bund und Ländern auch für die Kommunen verbindlich vor. Der Freistaat Bayern unterstützt die Kommunen bei dieser Aufgabe mit der Strategie BAYERN DIGITAL. Dabei werden die Anschaffungs- und Einrichtungskosten zur erstmaligen Bereitstellung und die Lizenzkosten für zwei Jahre mit 80 bis 90 Prozent gefördert. Für die Gemeinde Sand entstehen Kosten in Höhe von etwas über 20000 Euro abzüglich der Förderung. Der Gemeinderat beschloss die vorliegenden Angebote von Software-Unternehmen anzunehmen. Die Verwaltung wird einen entsprechenden Förderantrag stellen.

Weiterhin wurde beschlossen, 30 Prozent der entfallenen Elternbeiträge für die Mittagsbetreuung an der Grundschule in den Monaten Januar bis März 2021 zu übernehmen. Der bayerische Ministerrat hatte einen entsprechenden Beschluss gefasst. Die Erstattungsbeträge orientieren sich an dem Verfahren im vergangenen Jahr, allerdings werden die Kosten in diesem Jahr zwischen Freistaat (70%) und Kommunen (30%) aufgeteilt.

51 digitale Funkmeldeempfänger werden für die Feuerwehr Sand zum Anschaffungsbetrag in Höhe von circa 35700 Euro abzüglich einer Förderung in Höhe von 28050 Euro beschafft. Darüber war sich der Gemeinderat einig. Die tatsächliche Kosten für die Gemeinde Sand belaufen sich somit auf 7650 Euro.

Im Rahmen des Tagesordnungspunkts Anfragen und Bekanntgaben hat zweiter Bürgermeister Julian Müller über die Möglichkeit informiert, ein Corona-Schnelltestzentrum in Sand einzurichten. „Eine umfangreiche Teststrategie ist ein wichtiger Punkt auf dem Weg aus der Corona-Pandemie“, betont Müller. Ein niederschwelliges Testangebot für die Bevölkerung trägt maßgeblich zu einer hohen Bürgerbeteiligung bei, so Müller weiter. Das Gremium hat sich deutlich für eine weitere Untersuchung der Möglichkeiten ausgesprochen. Abgeklärt werden muss noch der Betrieb über eine Hilfsorganisation und die Bereitstellung von Räumlichkeiten. Die Gemeinderäte Rainer Mahr und Oliver Gottschalk haben Unterstützung bei der Suche nach einer geeigneten Örtlichkeit zugesagt.