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Bericht aus der öffentlichen Gemeinderatssitzung vom 10. November 2020

Auf Beschluss des Gemeinderates soll sich der Bauausschuss mit dem Einsatz technischer Hilfsmittel zur Verbesserung der Raumluft in Schulen und Kindergärten befassen und gemeinsam mit den Leiterinnen der Schule und der Kindergärten sowie den Elternbeiratsvorsitzenden das weitere Vorgehen abstimmen.

In der jüngsten Gemeinderatssitzung wurde ein Antrag der SPD-Fraktion behandelt, der vorsieht Raumluftgeräte zur Filterung gegen Covid-19 Viren und Kohlendioxid-Sensoren für die Schulräume der Ganztagesschule und die zwei Kindergärten zu beschaffen.

Bürgermeister Bernhard Ruß erklärte, dass zwischen der Schulleitung der Grund- und Mittelschule Zeil/Sand und den Verwaltungen der Stadt Zeil in der Zwischenzeit eine Abstimmung stattgefunden habe.
Die Schulleitung stünde den Belüftungsgeräten ablehnend gegenüber, halte aber die Anschaffung von CO2-Ampeln für sinnvoll.
Ruß führte weiter aus, dass bei einer Dienstversammlung der Bürgermeister des Landkreises für Belüftungsgeräte nur in Einzelfällen Bedarf gesehen, jedoch von den Schulen die sogenannten CO2-Ampeln gewünscht und empfohlen worden sei. Um einen einheitlichen Standard in den Schulen zu gewährleisten, sei die Festlegung getroffen worden, Raumluftgeräte für innenliegende Räume zu beschaffen. Die Kosten der Geräte belaufen sich nach Aussage von Bürgermeister Hennemann auf 800 bis 900 Euro, die Folgekosten nach Aussagen von Bürgermeister Günther Werner (Haßfurt) auf 1.700 Euro pro Jahr und Gerät. Eine staatliche Förderung ist möglich. Die Anschaffung einer mobilen CO2-Ampel je Klasse werde empfohlen, die diese auch in den Fachräumen verwenden können. Die Kosten für eine Ampel beliefen sich auf 90 bis 100 Euro. Die staatliche Förderung betrage sieben Euro pro Schüler.

Auf Beschluss des Gemeinderates soll sich der Bauausschuss mit dem Thema befassen und gemeinsam mit den Leiterinnen der Schule und der Kindergärten sowie den Elternbeiratsvorsitzenden das weitere Vorgehen abstimmen.
Der Gemeinderat hat sich in seiner Sitzung im Mai dieses Jahres dafür ausgesprochen, Photovoltaikanlagen zur Energiegewinnung zu unterstützen und beschlossen, einen Bebauungsplan im südlichen Gemarkungsbereich in der Nähe der BAB 70 aufzustellen. In den Bebauungsplan sollte auch die Anfrage eines Sander Bürgers mit einbezogen werden, weil das Vorhaben in ein Gesamtkonzept eingebettet werden sollte, damit die Anlagen konzentriert errichtet und eine Zerstückelung und Zersiedlung der Landschaft vermieden wird. Aus diesem Grund sollte die Bauleitplanung der Gemeinde Sand nicht nur auf ein einzelnes Vorhaben, sondern auf ein ganzes Gebiet ausgerichtet sein.

Bisher hat die Gemeinde feste Zusagen in Form von Gestattungsverträgen in einem zusammenhängenden Gebiet über 5,37 Hektar. Ein Grundstückseigentümer, der von der Gemeinde abgeworben werden sollte, ist weiterhin an einer Zusammenarbeit mit der Gemeinde interessiert. Dadurch würde sich die Fläche auf 6,12 Hektar erhöhen. Sollte es möglich sein, das Grundstück eines Sander Bürgers, das auf der Gemarkung Knetzgau liegt, mit in die Planung zu integrieren, so wären dies weitere 1,35 Hektar, insgesamt also 7,48 Hektar. Ein weiteres Grundstück, dass allerdings weiter nördlich liegt, hat eine Größe von 1,06 Hektar. Es wäre allerdings schwierig, dieses in das Gesamtkonzept mit einzubinden.

Das Gremium beschloss die Errichtung von Freifeld-Fotovoltaik-Anlagen auf der Grundlage der bisherigen Diskussionen und Beschlüsse weiter zu verfolgen und bei der Gemeinde Knetzgau eine Erweiterung des Planungsgebietes zu beantragen. Eine genaue Abstimmung, welche Flächen mit einbezogen werden, wird zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen.

Der Tennisclub Sand hat einen Zuschuss zur Sanierung seiner Sportanlage gestellt. Begründet wird die Notwendigkeit der Maßnahme damit, dass das Vereinsheim seit den frühen siebziger Jahren bestehe und Vieles verbraucht beziehungsweise nicht mehr zeitgemäß sei. Insbesondere die sanitären Anlagen und das Dach müssten saniert werden. Die Zäune um die Anlage seien witterungsbedingt beschädigt, die Pfosten hierfür durchgerostet. Zudem solle eine moderne Heizung in das Vereinsheim eingebaut werden. Durch die Anschaffung eines Flutlichts, den Verein attraktiver zu machen, weil die die Mitglieder einen längeren Zeitraum zur Verfügung hätten, um Tennis spielen zu können. Der Verein hat eine Kostenberechnung in Vorabstimmung mit dem BLSV vorgelegt. Diese beläuft sich 172000 Euro. Der Gemeinderat beschloss einen Zuschuss in Höhe von 15 Prozent auf die vom BLSV anerkannten Kosten zu gewähren.