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Wetter in Sand am Main

Veranstaltungskalender

Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger,

Michael Triegel
Menschwerdung (Hochaltarbild für St. Oswald zu Baunach), 2018
Mischtechnik auf MDF
301 x 178 cm
Foto: Galerie Schwind
copyright: VG Bildkunst Bonn, 2019

Weihnachten steht vor der Tür. Erinnerungen werden wach an die Kindheit, an eine Zeit, in der sich ein besonderer Zauber entfaltete, in der noch Vorfreude herrschte auf das, was kommen sollte, in der das Schenken und Beschenkt werden gleichermaßen Freude bereitete. Die Weihnachtsgeschichte kommt uns in den Sinn. Diese Geschichte um das Kind in der Krippe und die Botschaft, die sie uns vermittelt: „Friede den Menschen auf Erden!"

Wir sehnen uns nach Frieden, auch und gerade, weil in der Realität so viel Unfriede, so viel Krieg herrscht. Die Krisenherde der Welt führen uns deutlich vor Augen, wie kostbar der Frieden ist, der seit über 70 Jahren in Europa herrscht. Gesichert hat ihn die europäische Idee. Aber diese Idee wird derzeit auf dem Kontinent auf eine harte Probe gestellt. In diesen schweren Zeiten muss sich beweisen, ob die europäische Wertegemeinschaft auf einer materiellen oder einer ideellen Basis beruht. Nationalisten, die die menschliche Würde mit Füßen treten, sind in Polen und Ungarn an der Macht, in Deutschland scharren sie mit den Hufen.

Verglichen mit den anderen Ländern der Erde geht es den meisten von uns wirtschaftlich gut, ja sogar sehr gut. Auf einer Insel der Seligen leben wir aber deswegen noch lange nicht. Es darf uns nicht verborgen bleiben, dass nicht alle Menschen auf der Sonnenseite des Lebens stehen, dass die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinander geht, dass die Sorge vor Altersarmut, die in der Regel weiblich ist, viele in unserer Gesellschaft umtreibt.

Wenn wir wollen, dass unsere Erde - und wir haben nur die eine - auch morgen noch eine gastliche Heimat sein soll, dann müssen wir achtsamer mit den natürlichen Lebensgrundlagen umgehen. Ein schonender Umgang mit den Ressourcen und die Nutzung regenerativer Energiequellen ist deshalb das Gebot der Stunde.
Es geht darum, mit neuen Ideen, Vernunft und Einsatz den Weg für eine gute Zukunft zu finden. Es geht um eine Politik, die über den Tag hinaus denkt und handelt. Es geht um eine Kultur der Achtsamkeit und Anerkennung, überall. Das schafft Vertrauen. Und jeder von uns kann dazu beitragen.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein gesegnetes Weihnachtsfest und alles Gute im neuen Jahr.

Ihr

Bernhard Ruß
1. Bürgermeister