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Aggressive Kuh hinterlässt Schneise der Verwüstung

Eine ausgewachsene Kuh macht am Samstagabend einen Streifzug quer durch die Gemeinde Sand. Im drei Kilometer entfernten Limbach aus ihrem Stall ausgebrochen, zog das Tier unter anderem über den Kirchplatz, bevor es auch im Wörth und auf dem Campingplatz die Korbmachergemeinde erkundete.

Ursprünglich waren es zwei Kühe, die auf einem Limbacher Bauernhof den Weg in die Freiheit suchten. Vermutlich aufgeschreckt durch ein ungewöhnliches Ereignis, entwickelten die Kalbinnen besondere Kräfte und verließen ihr gut gesichertes Zuhause. Mit Hilfe einiger Helfer gelang es dem Landwirt die eine Kuh bereits im Umfeld des Hofes wieder einzufangen, während das andere Tier ihren Weg durch die Flur nach Sand suchte.

Die verständigte Polizei warnte die Besucher des Campingplatzes mit Lautsprecherdurchsagen vor der Gefahr und forderte die Freiwillige Feuerwehr Sand zur Amtshilfe an. "Was sich im ersten Moment vielleicht lustig anhört, war ein sehr gefährlicher Einsatz", sagte Kommandant Andreas Winkler. Die 600 Kilo schwere Kuh walzte alles nieder, was ihr in den Weg kam. So soll zum Beispiel neben einem Tor und einem Gartenhaus ein abgestellter Motorroller komplett zerstört worden sein, hieß es nach Augenzeugenberichten. Selbst der Landwirt wurde von dem wild gewordenen Großvieh angegriffen und zu Boden geschleudert. Glücklicherweise konnte im Krankenhaus aber keine Verletzungen festgestellt werden.

Nach stundenlanger Suche, an der auch der Polizeihubschrauber "Edelweiß" mit einer Wärmebildkamera beteiligt war, konnte die flüchtige Kuh schließlich in einer Sackgasse in der Nähe des Wertstoffhofes eingekesselt werden. Durch eingezäunte Grundstücke auf der einen und als Barrikaden aufgestellte Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr auf der anderen Seite, wurde der Aktionsradius der Kalbin stark begrenzt. Mit einem Blasrohr und Narkosepfeil schaffte es ein herbeigerufener Tierarzt, das Weidetier ruhig zu stellen. Mit vereinten Kräften wurde es in einen Viehanhänger verladen und nach Mitternacht zurück in den heimischen Stall gebracht.

Text und Bild: Christian Licha