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GEMEINSAME LÖSUNG BEI DER INFORMATIONSSICHERHEIT in den Rathäusern der Allianz lebensregion+

Seit Einführung des Bayerischen E-Government-Gesetzes haben die Kommunen im Rahmen der Verhältnismäßigkeit verpflichtend die Sicherheit der informationstechnischen Systeme sicherzustellen. Das Gesetz bestimmt im Detail, dass angemessene technische und organisatorische Maßnahmen zu treffen und die hierzu erforderlichen Informationskonzepte zu erstellen sind.

Vor allen Dingen kleine und mittlere Kommunen kommen dabei an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit und ihres know-hows. Die Bürgermeister und EDV-Verantwortlichen der lebensregion+ stehen deshalb schon seit über 2 Jahren in engem Kontakt. Zur Sensibilisierung der Mitarbeiter wurden Workshops organisiert und im engeren Kreis erste Schritte zur Erstellung der Konzepte eingeleitet. „Es wurde dabei schnell und immer mehr ersichtlich, dass die Arbeiten die Verwaltungen überfordern“, so die Managerin der Allianz lebensregion+, Ulla Schmidt. „In keinem Rathaus der ILE-Allianz gibt es Mitarbeiter, die über die Erstellung der Konzepte hinaus, die daraus resultierenden Maßnahmen – seien es bauliche, technische oder rechtliche Erfordernisse - einleiten und umsetzen könnten“, brachte es Rauhenebrachs Bürgermeister und Sprecher der lebensregion+, Matthias Bäuerlein, ergänzend auf den Punkt. „Wir bündeln unsere Kräfte und sparen dadurch auch Kosten“, pflichtete Bürgermeisterkollege Bernhard Russ aus Sand a. M. bei.

Gemeinsame Wege gehen deshalb offiziell im Rahmen eines Kooperationsprojektes zukünftig mehrere Gemeinden der interkommunalen Allianz „lebensregion+“ bei der Gewährleistung der Informationssicherheit in den Rathäusern. Knetzgau, Oberaurach, Sand a. M sowie die Mitgliedsgemeinden der Verwaltungsgemeinschaft Ebelsbach nehmen die Verpflichtung, die sich aus dem Bayerischen E-Government-Gesetzes ergibt, sehr ernst und haben einen gemeinsamen Informationssicherheitsbeauftragten eingestellt. Von seinem Dienstsitz in der Gemeinde Knetzgau, die auch die Projektträgerschaft übernommen hat, ist seit dem 01.10.2019 Herr Jochen Beckert aus Ebelsbach für die Entwicklung und Umsetzung der jeweiligen Sicherheitskonzepte verantwortlich.

Für die fünfjährige Projektlaufzeit gewährt der Freistaat Bayern aufgrund der interkommunalen Zusammenarbeit eine Zuwendung in Höhe von 90.000 €. Den Rest der Personal- und Sachkosten bringen die beteiligten Kommunen im Verhältnis ihrer Einwohnerzahlen auf.

Zu einem ersten gemeinsamen Arbeitstreffen mit dem neuen Mitarbeiter trafen sich in dieser Woche die Bürgermeister und Systemverantwortlichen im Knetzgauer Rathaus.