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Wetter in Sand am Main

Veranstaltungskalender

Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger,

das Thema „Querungshilfe“ in der Zeiler Straße zum REWE-Markt in Sand ist nicht neu. Bei einer Begehung am Kirchweihmontag zusammen mit Landrat Wilhelm Schneider hat die Sander CSU das Thema wieder einmal aufgegriffen. Laut Pressebericht im FT vom 6.9.19 zeigte sich Landrat Wilhelm Schneider „seitens des Landratsamtes als Eigentümer der Zeiler Straße sehr offen für eine Verbesserung der dortigen Situation und stellte fest, dass eine Fußgängerüberquerung dort durchaus machbar wäre, da die Zeiler Straße dort sehr breit sei“. In der Vergangenheit sah das Landratsamt die zu geringe Fahrbahnbreite als ein Problem an.

Mit der Querungshilfe haben sich Verwaltung und Bauausschuss der Gemeinde Sand schon vor Jahren befasst. Bereits im Jahre 2002 wurden seitens der Verwaltung Vorstöße bei der Tiefbauverwaltung des Landkreises unternommen, eine Querungshilfe in Höhe des Einganges zum REWE-Markt in die Zeiler Straße einzubauen, damit Fußgänger und Radfahrer sicherer den Einkaufsmarkt erreichen können. Die seinerzeitige Verwirklichung scheiterte daran, dass der seitliche Parkstreifen vor dem Friseursalon Wittig der erforderlichen Fahrbahnverschwenkung um die Mittelinsel herum hätte geopfert werden müssen. Ein Einbau einer reinen Insel war durch die notwendigen Fahrspurbreiten von 3,50 m und eine Breite der Verkehrsinsel von 2,50 m nicht möglich.

Nachdem erneut Anfragen von Mitbürgern gestellt wurden und ein Parkstreifen durch den Umzug des Friseursalons dort nicht mehr zwingend erforderlich war, wurde 2010 ein erneuter Versuch gestartet, den Einbau der Querungshilfe genehmigen zu lassen.

Bei einer Besprechung am 19.01.10 beharrte der inzwischen ausgeschiedene Amtsleiter der Tiefbauverwaltung am Landratsamt auf die bereits zuvor geforderten Breiten. Erschwerend kam noch hinzu, dass wegen des starken Quergefälles ein zusätzlicher Straßeneinlauf an der Mittelinsel für die Straßenentwässerung gefordert wurde. Wie der ehemalige Amtsleiter weiter ausführte, wäre seiner Erfahrung nach durch den Einbau der Mittelinsel nicht mit einer Reduzierung der Geschwindigkeit einfahrender Fahrzeuge zu rechnen.

In der Bauausschusssitzung am 27.1.10 wurden den Ratsmitgliedern die Verkehrssituation und die Planung zur Verbesserung aufgezeigt. Die Ausschussmitglieder waren einhellig der Meinung, dass durch die Konzentration der Finanzmittel auf nur wenige Hauptprojekte eine derartig kostenintensive Umbaumaßnahme des Ortseingangsbereiches nicht machbar wäre. Die Maßnahme solle vorerst zurückgestellt werden bis zur Generalüberholung der Fahrbahn nach dem Kreisstraßen-Ausbauplan 2014.

Im Kreisstraßenausplan wurde die Generalüberholung der Fahrbahn in der Zeiler Straße, der Kreisstraße HAS 16, zurückgestellt. Das kann man wieder ändern. Nach Rücksprache mit der Tiefbauverwaltung im Landratsamt habe ich erfahren, dass in der Sitzung des Bauausschusses des Landkreises am 26. September 2019 die Fortschreibung des Ausbauplans der Kreisstraßen für 2020 auf der Tagesordnung steht. Ich habe deshalb vorsorglich für die Gemeinde Sand a. Main einen Antrag auf Aufnahme der HAS 16 (Teilabschnitt am Ortsausgang der Gemeinde Sand a. Main in Richtung Zeil) in den Ausbauplan der Kreisstraßen für die kommenden Jahre gestellt. Die endgültige Entscheidung darüber wird in der Sitzung des Kreistages getroffen. Nachdem der Landrat als oberster Vertreter des Eigentümers der Straße dem Anliegen der Gemeinde positiv gegenüber steht, werte ich seine Aussagen bei der Begehung in Sand als Signal dafür, dass die von der Gemeinde Sand a. Main angestrebte Verbesserung der Situation am nördlichen Ortseingang nun zeitnah umgesetzt werden kann.

Planung für Tagespflege läuft
So wie bei den Kinder- und Schülerzahlen die Realität die Prognosen überholt hat, so ist auch der Bedarf an Pflegeeinrichtungen für ältere Menschen stärker als erwartet gestiegen. Die Belegung der Heime in der Nachbargemeinde Knetzgau zeigt, dass die zunächst von verschiedener Seite geäußerte Skepsis völlig unbegründet war. Seniorenwohnheime wie in den benachbarten Unter- und Kleinzentren Eltmann, Zeil und Knetzgau wird es in Sand nicht geben. Sand ist in der Landesentwicklung kein zentraler Ort und verfügt auch nicht über die Einwohnerzahl und den Einzugsbereich um solche Einrichtungen wirtschaftlich betreiben zu können.

Möglich sind jedoch Einrichtungen der Tagespflege. Eine solche plant in Sand Dr. Sebastian Rehling auf seinem Grundstück in der Michael-Brech-Straße. Da aber nicht nur das bestehende Wohnhaus zu einem Tagespflegeheim umgebaut werden soll, sondern auch die Praxis neu errichtet werden soll, ist ein größerer Planungsaufwand und eine längerer Vorlauf bis zur Umsetzung erforderlich. Die Planungen sollen in diesem Jahr abgeschlossen werden, so dass im nächsten Jahr die Bautrupps anrücken können. Der Zeitpunkt der Fertigstellung wird deshalb auch davon abhängen, wie in einem stark ausgelasteten Baubereich die Firmen zur Verfügung stehen. Aber so viel steht fest: Eine Tagespflegeeinrichtung, wenn auch kein Wohnheim, wird es in absehbarer Zeit auch in der Gemeinde Sand geben.

Sonne scheint für die 5-Sterne
Die 28. Auflage der Herbstwanderung der 5-Sterne-Gemeinden, die im regelmäßigen Turnus von den Gemeinden Sand, Knetzgau, Eltmann, Rauhenebrach und Oberaurach immer am Samstag nach Schulanfang ausgerichtet, führte in diesem Jahr durch unsere - und weil die Sander Gemeindefläche nicht so groß ist - durch die benachbarte Knetzgauer Flur. Es freut uns, dass es unserem Wanderwart Udo Rhein gelungen ist, mit einem ansprechenden zehn Kilometer langen Rundweg an die 300 Wanderfreunde zu animieren. Da die Gemeinde Sand nicht besonders mit Wald gesegnet ist, wurde der Rundweg bewusst durch das „Natura 2000“-Gebiet am Sander Baggersee und Knetzgauer Hochrein-See geführt.
Dass die Wanderwarte der 5-Sterne-Gemeinden mit von der Partie waren, war zu erwarten. Aber auch von klein bis groß, von jung bis alt machten sich viele auf den Weg. Fränkischer Tag und Haßfurter Tagblatt haben über die Wanderung ausführlich berichtet. Dort war zu lesen: „Jüngster Teilnehmer war der 16 Monate alte Mats Werner aus Sand, der in der Trage auf dem Rücken von Papa Björn den Rundweg bequem meisterte. Der wohl älteste Wanderfreund war der 83-jährige Rudi Burger aus Kirchaich, bei dem vor allem die Geselligkeit mit Gleichgesinnten im Mittelpunkt stand. Die am weitesten angereisten Wanderfreunde waren Renate und Wolfgang Peiker aus dem 700 Kilometer entfernten Bordesholm in Schleswig-Holstein, die die Wanderung mit einem Besuch bei Freunden in Zell am Ebersberg verbunden hatten. Ein großes Lob galt der Organisation. „Es hat an nichts gefehlt, sogar die Äpfel an den Bäumen waren poliert“, schmunzelte Renate Peiker, die mit wachen Augen die Gegend erkundete. Aber auch den Einsatz der Ehrenamtlichen, darunter Feuerwehr, Rotes Kreuz sowie die Mitarbeiter der Gemeinden Sand und Knetzgau lobte Wolfgang Peiker. Denn die Brotzeit fand gemeindeübergreifend in der Gemarkung von Knetzgau am Fuße des Droßbergs statt. Die Logistik sei aus Sicht der Nordlichter gut gemeistert: „Vom Wiesenmähen über Brötchen belegen bis hin zum „Dixi-Klo“ im Schatten war es eine starke Leistung“.
Diesem Lob kann ich mich nur anschließen. Bedanken möchte ich bei allen, die zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen haben, insbesondere bei Udo Rhein und seinen Wanderwarten, der Mitarbeiterinnen in unserer Gemeindeverwaltung, den Bauhöfen aus Sand und Knetzgau, der Feuerwehr und den First Respondern, dem 1. FC Sand für die Bewirtung sowie der Gruppe „La Vita“ unter der Leitung von Franz Huber aus Krum für die musikalische Umrahmung.

Erinnern darf ich an die Bürgerversammlung zur Innenentwicklung am 8. Oktober im Saalbau Goger. Die offizielle Einladung finden Sie unter der Rubrik „Amtliche Bekanntmachungen“.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr

Bernhard Ruß
1. Bürgermeister