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Bericht aus der Jahresschluss-Sitzung am 18. Dezember 2018

Nach 22 Jahren im Gremium wurde Gemeinderat Klaus Ullrich (rechts) von Bürgermeister Bernhard Ruß offiziell verabschiedet.


Bei der Jahresabschlusssitzung des Sander Gemeinderates am Dienstag wurde mit Klaus Ullrich ein Gemeinderat offiziell verabschiedet, der über zwei Jahrzehnte am Ratstisch saß. Im Mai 1996 erstmals auf der Liste der Aktiven Jungen Bürger gewählt, war er durchgehend bis zu seinem Ausscheiden aus persönlichen Gründen im Juli 2018 zuletzt bei der CSU/Freie Sander Wähler aktiv.
Bürgermeister Bernhard Ruß hob hervor, dass Ullrichs berufliche Kompetenz als Bauingenieur während dieser 22 Jahre in zahlreichen Bauvorhaben sehr gefragt war. "Sein Wort hatte immer Gewicht", so Ruß. Ein besonderes Anliegen war Ullrich der Aufzug im Rathaus. Bei den Haushaltsberatungen pochte er immer darauf, dass ein Ansatz dafür gebildet wurde und das Thema nicht in Vergessenheit geriet. Als dann ein passendes staatliches Förderprogramm aufgelegt wurde, wurde nicht nur der Aufzug realisiert, sondern auch neben der Modernisierung der Eingangsbereich des Rathauses barrierefrei gestaltet. Als einer der sich durch langjährige Tätigkeit als kommunaler Mandatsträger verdient gemacht hat, wurde Ullrich bereits schon vor zwei Jahren vom Bayerischen Innenminister mit einer Dankurkunde geehrt.
Ebenfalls eine besondere Leistung vollbrachten vier Blutspender, die während der Sitzung von Anne Grimmer, der BRK-Bereitschaftsleiterin, geehrt wurde. Stolze 125 Mal hat bereits Waltraud Büttner Blut gespendet. Auf 50 Spenden können Erwin Hillenbrand und Alexander Krines zurückblicken sowie Michael Hammer auf 25 Mal. Diese Sander Bürger gehören zu den 3,5 Prozent der Deutschen, die unentgeltlich und freiwillig an den Blutspenden teilnehmen und damit potenzielle Lebensretter sind, erklärte Grimmer. Bei einem Unfall, der Krebstherapie oder bei Blutarmut sei der Lebenssaft sehr gefragt. Im Landkreis Haßberge ist eine besonders hohe Motivation zur Spendenbereitschaft vorhanden. 36 Jahre in Folge liegt der Landkreis an der Spitze in Bayern mit der höchsten Spenderquote. "Da kann man stolz sein, dass wir in diesem Landstrich leben", freute sich auch Bürgermeister Ruß. Ein Dank galt auch Erich Benz, der mit Tochter Franziska und den Söhnen Marco und Tobias für die Durchführung der Blutspendetermine in Sand verantwortlich ist. Die Bereitschaftsleiterin forderte die Anwesenden auf, in der Familie, bei Freunden und Bekannten Werbung für die Blutspende als "größte Bürgerinitiative" Bayerns zu machen. Die Blutspenderzahlen seien nämlich allgemein leider rückläufig, dem entgegenzuwirken sei. Grimmer machte auch darauf aufmerksam, dass seit einiger Zeit eine Ausweispflicht zum eigenen Schutz der Spender besteht. Deshalb sollten auch langjährige Spender daran danken, stets ein Ausweisdokument mitzubringen, da sie ansonsten leider zurückgewiesen werden müssen.
In seinem Jahresrückblick resümierte Bürgermeister Bernhard Ruß, dass im Jahr 2018 in neuen Gemeinderatssitzungen und 13 Ausschussitzungen, weit über 200 Tagesordnungspunkte behandelt wurde. Kräftig improvisiert werden musste im Frühjahr bei der Renovierung des Rathauses, als die Verwaltung vorübergehend in die Schule umzog. "Ich habe dabei einen guten Part erwischt, denn ich hatte ein Klassenzimmer mit drei Kanapees für mich alleine", schmunzelte der Bürgermeister.Insgesamt kostete die räumliche und organisatorische Veränderung im Rathaus rund 520000 Euro, einschließlich der Kosten für den neuen Aufzug.
Für ein kommendes, großes Projekt, nämlich den Neubau der Kinderkrippe, wurden bereits acht Gewerke im Wert von 728000 Euro vergeben. Gerade in der heutigen Zeit, wo es schwierig ist, überhaupt Handwerker zu bekommen, sei es erfreulich, dass die Ausschreibungsergebnisse im Kostenrahmen blieben, so Ruß. Das 1,6 Millionen Euro teure Vorhaben wird mit insgesamt 762000 Euro vom Staat bezuschusst. Die Fortschreibung der Bauleitplanung und die Anpassung der Verkehrsregelung für den ruhenden Verkehr waren weitere Punkte, die in diesem Jahr bewältigt wurde. Durch die Versetzung des Ortsschildes am westlichen Ortseingang, kann nun auch die Gestaltung für den Kreisel etwas freier geplant werden, da sich dieser jetzt innerorts befindet. Insgesamt befand Ruß: "Wir können zu Recht stolz auf unseren Ort und unsere Gemeinde sein. Denn durch das Zusammenwirken aller konstruktiven Kräfte, haben wir unser Sand zu einem lebens- und liebenswerten Ort weiterentwickelt".

Text und Fotos: Christian Licha

BRK-Bereitschaftsleiterin Anne Grimmer (links) und Bürgermeister Bernhard Ruß (Zweiter von links) ehrten (ab Vierte von links) Waltraud Büttner, Alexander Krines, Michael Hammer und Erwin Hillebrand für ihre langjährige Blutspendebereitschaft. Mit auf dem Foto ist Erich Benz (Zweiter von links), der zusammen mit seiner Familie für die Durchführung der Spendentermine in Sand verantwortlich ist.