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Bericht aus der öffentlichen Gemeinderatssitzung vom 27. November 2018

Neben dem bereits im April bewilligten Zuschuss für die Sanierung der Vierbahnen-Kegelanlage erhält der SKK Alle Neun Sand noch eine zusätzliche Förderung. Dies beschloss der Gemeinderat Sand mit 9:6 Stimmen in seiner jüngsten Sitzung am Dienstag.
Wie Bürgermeister Bernhard Ruß mitteilte, begründete sich der jetzige Neuantrag im wesentlichen darin, dass die Bausumme von 71000 Euro auf 100000 Euro gestiegen ist. Bereits am 19. April diesen Jahres beschloss der Gemeinderat die Sanierung der Kegelanlage mit dem gemeindlichen Fördersatz in Höhe von 15 Prozent zu bezuschussen. Voraussetzung hierfür war, dass die Arbeiten und die Kosten dafür vom BLSV anerkannt werden. Ein jetzt vom Verein genannter Fehlbetrag von 20150 Euro ergibt sich zum Teil aus nicht vom BLSV anerkannten Leistungen. Legt man die anerkannten Leistungen zugrunde, beläuft sich der Fehlbetrag auf 11500 Euro.
In einer lebhaften Diskussion beriet der Gemeinderat über verschiedenste Lösungsmöglichkeiten. Heinrich Schmitt (Freie Sander Bürger) plädierte dafür, zusätzlich zu den bereits genehmigten 15 Prozent (13650 Euro) den kompletten Fehlbetrag über 20150 Euro auszuzahlen, also in der Summe 33800 Euro. "Schließlich investieren wir hier in unsere eigenen Gebäude", so Schmitt. Zweiter Bürgermeister Gerhard Zösch (CSU) sah es ähnlich, weil der Verein das Gebäude nur in Erbpacht nutze. Im Namen der CSU-Fraktion forderte Zösch einen einmaligen Zuschuss von 10000 Euro, so dass sich zusammen mit dem bereits genehmigten 15 Prozent eine Gesamtsumme von 23650 Euro ergibt. Dritter Bürgermeister Paul Hümmer (SPD) sah die ganze Sache etwas anders. Er befürchtete, dass Tür und Tor für weitere Begehrlichkeiten geöffnet werden, wenn noch ein zusätzlicher Zuschuss beschlossen wird. Nach Hümmers Ansicht, müsse man dann in Zukunft andere Vereine genauso behandeln, wenn jetzt der Betrag erhöht werde. Bürgermeister Bernhard Ruß sah noch Klärungsbedarf mit dem Verein und schlug vor, mit dessen Vertretern das Gespräch zu suchen und sich alles nochmal genau erläutern zu lassen. In Bezug auf einen außerordentlichen Zuschuss für einen anderen Verein, dessen Auflösung die gesamte Vereinsstruktur und Jugendarbeit zerstört hätte und auch ehrenamtliche Vorstandsmitglieder existenziell bedroht waren, erklärte Ruß, dass hieraus keine Ableitungen vorgenommen werden können und die Sachlage damals nicht zu Vergleichen sei mit der jetzigen Situation des SKK Alle Neun. Schließlich wurde über den Antrag der CSU abgestimmt und dieser bewilligt. Der Sportkegelklub erhält somit eine Gesamtsumme von 23650 Euro von der Gemeinde.
Ebenfalls auf Antrag der CSU-Fraktion wurde über eine Ehrenordnung für die Gemeinde beraten. Hiermit sollen die besonderen Verdienste und Leistungen auf sportlichem, kulturellem, wohltätigen oder beruflich/wissenschaftlichen Gebiet sowie ehrenamtlich und/oder kommunalpolitisch besonders engagierte Mitbürger gewürdigt werden. Dies soll im Rahmen eines festlichen Abends in einem größeren Rahmen geschehen. Die bisherigen Ehrungen sollen unverändert bleiben. Der Gemeinderat stimmte grundsätzlich dem Vorschlag zu, wobei Bürgermeister Ruß die Mitglieder aufforderte, sich noch einmal Gedanken zu machen, ob und welche Klassifizierungen bei den Ehrungen vorgenommen werden sollen. In einer der nächsten Sitzungen wird hierüber entschieden.
Nachdem mehrere Trauergäste sich über die Kälte in der Aussegnungshalle in den Wintermonaten beschwert hatten, hatte die CSU-Fraktion den Antrag gestellt zu untersuchen, wie hier für Abhilfe gesorgt werden kann. Die Bauverwaltung ist der Ansicht, dass tatsächlich Bedarf an einer Heizung besteht und schlug eine Variante mit Elektro-Infrarotstrahler vor. Bastian Hümmer (SPD) fragte an, ob nicht auch Heizmatten möglich wären, die sich unter dem Fußbodenbelag befinden und auch in Schwimmbädern genutzt werden. Die Entscheidung wurde vertragt und die Verwaltung damit beauftragt auszuloten, ob Heizmatten technisch umsetzbar seien und welche Kosten hierfür entstehen würden.
Dem fröhlichen feiern steht auch im kommenden Jahr in Sand nichts im Wege. Einstimmig machte der Gemeinderat den Weg frei für drei Traditionsfeste. Das Faschingskomitee Sand hält am Faschingssonntag wie gewohnt seinen Faschingszug und die anschließende Party im Festzelt an der Seestraße ab. Die Bewirtung des Kirchweihzeltes erfolgt 2019 durch den 1. FC Sand. Schließlich darf die Interessengemeinschaft "Wein & Main", die aus jungen Sander Weinmachern besteht, die Abhaltung ihrer Weinpräsentationen auf vier Tage ausweiten. Das sogenannte "kleine Weinfest" findet somit zukünftig von Freitag bis Montag auf dem Spielplatz "Wörth" statt.

Text und Bild: Christian Licha